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Freundschaftstreffen mit den Clubschwestern der benachbarten SI-Clubs Braunschweig und Peine

Bei herrlichstem Sonnenschein kamen zahlreiche Clubschwestern aus den benachbarten SI-Clubs Braunschweig und Peine der Einladung der Hildesheimer Sorores nach und trafen sich im Restaurant „Nil“ des Roemer-und Pelizaeus-Museums zu einem fröhlichen Willkommen. Nach einer mittäglichen Stärkung ging es vorbei an der Magdalenenkirche, der ehem. Klosterkirche des 1224 gegründeten Klosters derBüßenden Schwestern“  direkt in den angeschlossenen Magdalenengarten, einer barocken Gartenanlage und einem der ältesten historischen Parks in Niedersachsen.

Im 13. Jahrhundert als Obst- und Gemüsegarten angelegt, wurde er 1720-25 zu einem Schmuckgarten im Stil des Barock umgestaltet. Der Hauptteil des Magdalenengartens besteht aus acht Quadraten, von denen vier ein Rosarium mit über 1.500 zum Teil betörend duftenden Rosen bilden. Diese Rosenpracht genossen die Clubschwestern bei einem Glas Sekt vom neugestalteten terrassenförmigen Eingang aus mit herrlichem Überblick über den Garten und das gerade stattfindende Magdalenenfest.

Erfrischt und angeregt bewunderten die Clubschwestern anschließend unter der Leitung der Hildesheimer Präsidentin Gerda Schultze-Tostmann das in der Nachbarschaft liegende Weltkulturerbe: die Kirche St. Michaelis und bestaunten schließlich den wiederaufgebauten historischen Marktplatz mit dem „weltschönsten Fachwerkhaus“, dem Knochenhaueramtshaus. Der erlebnisreiche Tag endete gemütlich im Café des Bäckeramtshauses bei freundschaftlichen Gesprächen und mit dem Versprechen, in Zukunft engere Beziehungen zwischen den benachbarten Clubs zu pflegen.

Feierliche Aufnahme von vier neuen Clubschwestern

Der Clubabend im Juni stand ganz im Zeichen der Neuaufnahme von vier ClubschwesternEtwas aufgeregt saßen Dr. Monika Tontsch, Britta Ostermann, Claudia Ludwig und Susanne Dismer-Puls neben ihren Patinnen, in gespannter und neugieriger Erwartung der kommenden Ereignisse und fröhlich begrüßt und beobachtet von den anwesenden „Altschwestern.

Der dann folgenden Vorstellung der einzelnen „Neuen“ durch die Patinnen und die Ausstattung mit Anstecknadel, Flyer und „blauem Buch“ schloss sich die feierliche Kerzenzeremonie an.

Bei einem Glas Sekt, einem kalt/warmen Buffet und vielen freundschaftlichen Gesprächen klang dieser harmonische Abend entspannt und festlich aus.

Inventarisation und Pflege kirchlicher Kulturgüter im Bistum Hildesheim

Erwartungsvoll begrüßten die Clubschwestern des SI-Clubs Hildesheim an ihrem letzten Clubabend im Jahr 2013 Frau Dr. Monika Tontsch, Konservatorin bei der kirchlichen Denkmalpflege in Hildesheim und Sprecherin des Arbeitskreises für die Inventarisierung und Pflege des Kunstgutes in den deutschen (Erz-)Bistümern. Als Spezialistin auf diesem Gebiet ging die Referentin in ihrem Vortrag insbesondere auf die Inventarisation und Pflege kirchlicher Kulturgüter im Bistum Hildesheim ein.

Die interessierten Clubschwesten hörten Grundsätzliches über die Denkmalpflege in den 27 katholischen Bistümern und über die rechtlichen Grundlagen, wie dem 1983 von  Papst  Johannes Paul II. erlassenen Codex des Kanonischen Rechts (Codex luris Canonici), der Charta von Venedig (1964) und der Charta der Villa Vigoni (1994). Sie erfuhren, dass von den ca. 300 Kirchen im Bistum Hildesheim ca. 200 in Kunstinventarbüchern mit Beschreibungen und Fotos inventarisiert sind. Eines dieser Bücher ging von Hand zu Hand und wurde gebührend bestaunt. Anhand von Lichtbildern z.B. der bekleideten Prozessionsmadonna mit Krone und Behang aus der Kirche St.Georg in Harsum-Adlum, der Flurstation in Winzenburg und der Paramentenkammer in Heilig Kreuz in Hildesheim sowie der Restaurierung der Lüner Klosterkirche, erahnten die Zuhörerinnen die umfangreiche Arbeit eines Restaurators und Konservators. Auch die fortschreitende Profanierung und die damit einhergehenden Überlegungen und Probleme in Bezug auf die dort befindlichen Kunstwerke waren Thema des Vortrages.

Die nachfolgende Diskussion bewies, wie sehr sich die Clubschwestern von dem Thema angesprochen fühlten. Nach herzlichem Beifall der Teilnehmerinnen bedankte sich die Präsidentin Gerda Schultze-Tostmann mit einem Blumenstrauß bei der Vortragenden. Mit Informationsmaterial und neuem Wissen bereichert verließen die Clubschwestern diesen informativen Clubabend.

Treffpunkt auf der Bürgermeile

Der SI-Stand beim Hildesheimer Stadtfest

Hildesheimer helfen!

Objekt-Patenschaft rettet ein ägyptisches Grabrelief

Dieses Grabdenkmal aus koptischer (christlich-ägyptischer) Zeit (5. - 6. Jh. n. Chr.) gelangte durch eine Schenkung des Kaufmannes und Museumsgründers Wilhelm Pelizaeus im frühen 20. Jh. nach Hildesheim und ergänzt seitdem die wertvolle Ägypten-Sammlung des Hauses. In den letzten Jahren war es zunehmend vom Zerfall bedroht und die Situation war schließlich so schwerwiegend, dass dringend eine Rettungsaktion geplant werden musste.

Was war geschehen?

Kalkstein galt als einer der beliebtesten Werkstoffe der alten Ägypter. Seine gute lokale Verfügbarkeit und leichte Verarbeitungsweise führten dazu, dass er nicht nur gerne beim Bau von Gebäuden, sondern auch bei der Herstellung von Statuen und Reliefs verwendet wurde. Auch wenn Kalkstein als solider Werkstoffe bekannt ist, kann er durch äußere Einwirkungen beschädigt oder sogar zerstört werden.

Salzhaltigen Mineralien, vor allem Natriumsalze wie sie in den Bodenablagerung Ägyptens häufig sind, sind Bestandteil des Gesteins dieses Reliefs. Da die Luftfeuchtigkeit in Deutschland aber wesentlich höher ist als in Ägypten, führte dies zu Salzausblühungen an der Objektoberfläche. Die aufquellenden Salzkristalle beschädigten nicht nur die Bemalung und die darunter liegende Kalkgips-Mörtel-Schicht, sondern die gesamten Kalksteinstruktur, so dass Risse entstanden.

Eine erste Begutachtung und Kennzeichnung der Schadensbilder erfolgte im August 2009 durch den Diplom-Mineralogen H.-J. Schwarz von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim. Eine dringende Restaurierung wurde empfohlen. Doch die eingeschränkten finanziellen Mittel des Roemer- und Pelizaeus-Museums ließen dies nicht zu. Erst im September 2012 konnte durch eine großzügige Spende des Soroptimist Clubs Hildesheim die Finanzierung für die Restaurierung des Grabreliefs bereit gestellt werden. In mehreren Schritten gelang es der Restaurierungswerkstatt Thomas Lehmkuhl (Münster) die salzbelasteten Bereiche durch den Auftrag von Entsalzungskompressen zu reduzieren, die Malschicht zu festigen und die rissigen Stellen zu füllen.

Seit wenigen Wochen erstrahlt dieses einmalige Relief nun wieder in neuem Glanz, gerade rechtzeitig zur Eröffnung der Sonderausstellung: Die Macht der Toga - Mode im römischen Weltreich.

Das Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim beherbergt eine große Anzahl einzigartiger Kultur- und Naturschätze aus der ganzen Welt. Der Erhalt und die Bewahrung dieser Schätze für heutige und zukünftige Besucher ist eine wichtige Aufgabe. Natürliche und menschliche Einflüsse können diesen Erhalt so stark gefährden, dass sie nur mit einem großen restauratorischen, d.h. auch finanziellen Aufwand erhalten und der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden können. Allein können wir das nicht schaffen.

Bitte helfen Sie und übernehmen auch Sie eine Objekt-Patenschaft! In den Sammlungen des Roemer- und Pelizaeus-Museums befinden sich noch weitere restaurierungsbedürftige Objekte, die auf Ihre Hilfe warten!

 

 

 

Pressetext

weitere Informationen zum Grabrelief